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swiss pocket knives

Nr. 623

Das Modell Nr. 623, heute bezeichnet als Classic, entstand zu Beginn der 1950er-Jahre. Zu den beiden Werkzeugen Klinge und Nagelfeile wurde eine Schere hinzugefügt.

Die Herstellung einer Schere beinhaltet ein aufwändiges Produktionsverfahren, was wohl erklärt, weshalb dies bei der 58-mm-Serie erst so spät umgesetzt wurde. Bis zum Zeitpunkt der Einführung des Modells Nr. 623 war die 58-mm-Serie bei Victorinox mengenmässig ein Randprodukt. Der Hauptfokus lag auf der Produktion und auf einer grossen Bandbreite an Werkzeugen und Funktionen bei den Offiziersmessern. Dies änderte sich mit der Ausbreitung der Palette der 58-mm-Serie und insbesondere durch Einführung des Modells Nr. 623, welches zum insgesamt beliebtesten und meistverkauften Taschenmesser von Victorinox avancierte.

Im Vergleich zu den meisten anderen Werkzeugen besteht die Schere aus mehreren gestanzten und teilweise beweglichen Teilen. Die Schere verlangt noch mehr als andere Werkzeuge höchste Genauigkeit bei der Herstellung, um eine einwandfreie Funktion sicherzustellen.

Die Schere machte im Laufe der Zeit verschiedene Entwicklungsschritte durch. Obwohl sich die Form anpasste und veränderte, war und ist die Scherenfeder dasjenige Bauteil, das massgeblich darüber entscheidet, ob die Schere funktioniert oder nicht. Die erste Feder hatte eine leichte S-Form und wurde später von der V-Form abgelöst. Die S-Feder verlor mit der Zeit an Spannung oder aber brach ab. Die V-Form verbesserte diese Punkte massgeblich. Da die Feder ein sehr feines Bauteil ist, besteht immer die Gefahr, dass sie sich verbiegt. Verbogene Federn können beim Gebrauch der Schere seitlich von der Unterseite der beweglichen Scherenhälfte abrutschen, wodurch die Feder ihre Funktion verliert und die Schere wieder händisch geöffnet werden muss.

Das Gelenk, um das sich die obere Scherenhälfte beim Schneiden bewegt, drehte sich ursprünglich um eine Schlitzschraube. Bei Gebrauch konnte sich jedoch die Schraube lösen oder es konnte sich im Laufe der Zeit Korrosion bilden. Bei der neuesten Scherengeneration wurde die Schraube deshalb durch eine Niete ersetzt.

Der Aufbau des Modells Nr. 623 ist im Bild rechts dargestellt. Bestand das Modell Nr. 620 noch aus acht (ohne Platinen aus sechs) Grundbauteilen und Nieten, sind es bei Modell Nr. 623 in einfachster Ausführung bereits 14 Grundbauteile (vier alleine für die Schere), obwohl lediglich ein Werkzeug hinzu kam. Bei Modell Nr. 623 wurden immer äussere Platinen verwendet wenn Cellidor als Schalenmaterial zum Einsatz kam, jedoch wurde auf Zwischenplatinen verzichtet. Pro Messerseite wurden jeweils zwei Federn eingebaut. Diese waren formgleich, ausser wenn ein Schlüsselring hinzukam, dann besass eine Feder eine Verlängerung in Form einer Öse. Die Materialstärken waren zu Beginn noch unterschiedlich. Die Nagelfeile und die Klinge benötigten jeweils eine Feder, während die Schere auf zwei Federn lief.

Bereits kurz nach Beginn der Produktion wurde das Modell Nr. 623 wahlweise mit Zahnstocher und Pinzette ausgestattet oder mit zusätzlichem Schlüsselring. Am Anfang befand sich der Schlüsselring am Fuss des Taschenmessers. Er änderte jedoch kurze Zeit später die Position und wanderte an den Kopf des Taschenmessers: Hier war er an einer verlängerten Feder montiert, auf der sich die Schere bewegte.

Zu Beginn konnte das Modell Nr. 623 mit Schalen aus Cellidor (rot mit Kreuz, Schildpatt- oder Perlmuttimitat), Aluminium (blaugrün, gold oder rot mit Kreuz), Stahl guillochiert, Perlmutt oder echt Gold bestellt werden. Später erweiterte sich die Palette um viele andere Schalenvarianten.

Das Modell Nr. 623 ist eine Erfolgsgeschichte, welche sich fortsetzt. Aufgrund seiner Beliebtheit entstanden ganz verschiedene Versionen und Varianten, welche jeweils spezifische Namen erhielten wie Bijou, Diplomat, Broker oder Companion, je nachdem, welches Schalenmaterial und welche Optionen (Zahnstocher und Pinzette, Schlüsselring) verwendet wurden. Am Grunddesign hat sich jedoch wenig verändert.

Das Modell Nr. 623 (oder Classic) wurde, und wird nach wie vor, sehr gerne zu Werbezwecken eingesetzt. Die Herstellungskosten und der Einkaufspreis sind relativ gering und die Bandbreite an Farben und Werbeaufschriften ist sehr gross. Aufgrund seiner geringen Grösse lässt es sich ideal am Schlüsselbund mitführen. Die Kombination aus Klinge, Nagelfeile und Schere hat sich als sehr beliebt und erfolgreich erwiesen.

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