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swiss pocket knives

Nr. 462 - Nr. 475 Serie

Victorinox hat eine sehr lange Tradition in der Herstellung von Taschenmessern für Gärtner und verwandte Berufe. Dabei entwickelte Victorinox zwei unterschiedliche Serien mit ähnlichen Werkzeugen, aber anderem Aufbau. Zum einen gab es die Serie der Gartenmesser der Nummern 284–295, einer Taschenmesserserie in der Grösse von 91 mm. Die zweite Serie waren Taschenmesser der Nummern 462–475, eine Serie in der ursprünglichen Grösse von 104 mm, später dann von 100 mm. Neben der Grösse lassen sich die beiden Serien auch an der Griffform unterscheiden. Die kleinere Serie hatte einen leicht geschwungenen Griff, während die grössere Serie eine gerade symmetrische Schalenform aufwies. Ein anderes Unterscheidungsmerkmal war das Schalenmaterial. Bei der Serie der Grösse 100/104 mm kam praktisch ausschliesslich schwarzes Cellidor zum Einsatz, während bei der kleineren Serie an Gartenmessern die Schalen aus Horn oder Fiber gefertigt waren.

Die Serie der Nummern 462–475 geht zurück bis Anfang des 20. Jahrhunderts, als diese Taschenmesserserie von Victorinox entwickelt wurde. Ursprünglich waren nur wenige Modelle verfügbar. Dies änderte sich jedoch laufend. Diese Serie wird nach wie vor produziert, wobei nur noch wenige Modelle verfügbar sind und die Grösse reduziert wurde. Innerhalb dieser Taschenmesserserie gab es vier Unterkategorien: die 1-Klingen-Gartenmesser, die 1-Klingen + Rindenlöser-Gartenmesser, die 2-Klingen-Gartenmesser sowie die 2-Klingen + Rindenlöser-Gartenmesser. Dabei wurden jeweils aus sechs unterschiedlichen Schneideklingen und einem Rindenlöser die verschiedenen Varianten der Gartenmesser konzipiert. Jede der einzelnen Schneideklingen hatte eine spezifische Funktion. In der Regel geht es dabei um die zwei wesentlichen Verfahren der Pflanzenveredelung: der Okulation und der Kopulation.

Bei dieser Gartenmesserserie wurden die einzelnen Klingen jeweils mit der spezifischen Bezeichnung/Nummerierung gestanzt, z. B. der Bezeichnung „462/10.5“. Die Nummerierung dieser Serie ist allerdings sehr kompliziert und teilweise verwirrend, da es verschiedene Änderungen gab. Ab den 1950er-Jahren setzte sich jedoch eine einfachere Nummerierung durch. Die 1-Klingen-Taschenmesser erhielten jeweils die Nummer der Klinge (z. B. Nr. 471). Wenn ein Rindenlöser dazu kam, wurde dafür der Zusatz „S“ gewählt, also z. B. Nr. 471 S. Wenn es sich um ein 2-Klingen-Gartenmesser handelte, wurden von der zweiten Klinge die letzten beiden Ziffern gewählt und dazugeschrieben (z. B. Nr. 471/75), bei den 2-Klingen + Rindenlöser-Gartenmessern kam konsequenterweise ein S dazu (z. B. Nr. 471/76 S). Es gab die Serie zudem wahlweise mit Werkzeugen aus Kohlenstoffstahl oder rostträgem Stahl, wobei diese Optionen wohl erst ab den 1950er-Jahren verfügbar waren.

 

 
 
 
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